16. März 2026
Vielfalt in Sprache und Kultur: Erfolgreicher „Tag der Europäischen Sprachen“
In einer farbenfrohen und kulturell bereichernden Veranstaltung fand am 10. März 2026 der „Tag der Europäischen Sprachen“ an unserer Schule statt. Die Veranstaltung brachte die Schulgemeinschaft zusammen, um die kulturelle Vielfalt und sprachliche Kompetenz zu feiern.
















Die Feierlichkeiten begannen mit Grußworten des stellvertretenden Schulleiters Oliver Hindricks, der die Bedeutung von Sprachen hinsichtlich des interkulturellen Austausches betonte, mit deren Hilfe sich Toleranz, Respekt und Akzeptanz stärken sowie ein friedvolleres Miteinander fördern ließen. Ebenso ergriff Herr Thomas Kliemt, Abteilungsleiter Schulen, Bildung und Kultur des Landkreises Grafschaft Bentheim das Wort und unterstrich die Bedeutung der Förderung von Sprachenvielfalt als Schlüssel zur interkulturellen Verständigung und Zusammenarbeit. Anschließend zeigte Heinz-Georg Beckmann, Koordinator für Internationales, die internationale Zusammensetzung die Schülerschaft und stellte die vielfältige internationale Arbeit der Schule vor.
Im Anschluss standen spannende Länderpräsentationen auf dem Programm, in denen engagierte Schülerinnen und Schüler ihre Mitschülerinnen und Mitschüler in ihre Geburts- oder Heimatländer entführten. Moderiert und begleitet wurden die Beiträge von Holger Jouppien, Englischlehrer und langjähriges Mitglied im Team Europa. Die Zuhörenden wurden auf eine Reise nach Albanien, in die Elfenbeinküste, in den Irak, nach Kroatien, in die Niederlande, nach Rumänien, Russland, Serbien, Syrien, in die Ukraine und in die USA mitgenommen, wobei die Präsentierenden nicht nur ihre sprachlichen Fähigkeiten, sondern auch ihre kulturelle Sensibilität unter Beweis stellten.
Ein Höhepunkt des Tages waren die Sprachenworkshops. 120 Teilnehmende konnten aus zwölf Workshops wählen, darunter Ungarisch, Türkisch, Armenisch, Persisch und Plattdeutsch; die Angebote wurden größtenteils von Mitschülerinnen und Mitschülern geleitet. Eine Besonderheit war der Workshop „Isländisch“, der von drei Lehrerinnen aus Island geleitet wurde. Diese waren im Rahmen eines Erasmus+ Job-Shadowing einige Tage zur Hospitation an unserer Schule. Die Workshops boten nicht nur Einblicke in die Struktur und Besonderheiten verschiedener Sprachen, sondern förderten auch den interaktiven Austausch zwischen den Teilnehmenden. Eine Schülerin kommentierte: „Richtig interessant zu erfahren, aus welchen Ländern unsere Mitschülerinnen und Mitschüler kommen und wie schwierig es für uns ist, die einfachsten Worte, z. B. auf Armenisch, nachzusprechen.”
Die Ergebnisse aus den Workshops wurden anschließend in einer kurzen Präsentation vorgestellt, in der die Teilnehmenden Sätze wie z. B. „Guten Tag“ oder „Ich bin Schüler der KBS Nordhorn“ in allen angebotenen Sprachen aufsagten. So wurde deutlich, wie unterschiedlich die gleiche Aussage in den verschiedenen Sprachen klingt.
Ein besonders interessanter Teil des Events waren die dann folgenden Berichte von zwei Auszubildenden über ihre Auslandspraktika, die durch EU-Mittel im Rahmen von Erasmus+-Projekten gefördert wurden. Die persönlichen Erlebnisse und Herausforderungen, denen sich die Auszubildenden während ihres Aufenthalts in Cork (Irland) beziehungsweise in Peking (China) kommunikativ und im Alltag stellen mussten, hoben die Bedeutung des interkulturellen Austauschs hervor.
Im Schlusswort betonte Ruth Wehner, Teamleiterin Europa und Organisatorin sowie Moderatorin des Tages, dass der bunte Mix aus Sprachen und Traditionen, der in den Schulfluren zu hören sei, wie ein Puzzlestück zum Gesamtbild der Schulgemeinschaft beitrage und die Unterschiede der Kulturen nicht trennend, sondern verbindend wirkten. Sie fügte hinzu, sie sei beeindruckt von der Kreativität und dem Engagement der Lernenden: „Die selbstgestalteten Plakate haben mich heute besonders beeindruckt. Die multimedialen Präsentationen unserer Auszubildenden, die von ihren Erfahrungen im Auslandspraktikum berichteten – insbesondere das Praktikum in Peking – waren sehr informativ und wecken hoffentlich bei anderen Schülerinnen und Schülern die Lust auf ein eigenes Praktikum im Ausland.“
Abschließend genossen die Teilnehmenden ein internationales Buffet, das teilweise von Schülerinnen und Schülern vorbereitet worden war. Der „Tag der Europäischen Sprachen“ war ein voller Erfolg und hinterließ bei Lernenden, Lehrkräften und Gästen einen bleibenden Eindruck. Die Veranstaltung machte deutlich, wie wichtig es ist, kulturelle Vielfalt wertzuschätzen und Sprache als verbindendes Element zwischen Menschen zu erkennen.
