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26. November 2025
Mitte November 2025 begaben sich Schülerinnen und Schüler aus der Zweijährigen Berufsfachschule für Fremdsprachenkorrespondenten und der 11. Klasse des Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft auf eine einwöchige Bildungsreise nach Brüssel - eine Reise, die ihnen nicht nur die politischen Strukturen Europas näherbrachte, sondern ihnen auch die Möglichkeit eröffnete, interkulturelle Kompetenzen zu erweitern und neue Freundschaften zu knüpfen. Begleitet wurde die Gruppe in diesem Jahr von der finnischen Partnerschule aus Mikkeli. Der gemeinsame Austausch prägte die Woche auf besondere Weise. Die Finanzierung der Reise erfolgte zu einem großen Teil aus Mitteln von Erasmus+.














Bereits die Anreise am Sonntag bot Gelegenheit, sich auf die kommenden Tage einzustimmen. Nachdem alle Teilnehmenden in der belgischen Hauptstadt angekommen waren, blieb Zeit, erste Eindrücke von Brüssel zu sammeln. Der Montag startete mit einer Mischung aus Spaß, kultureller Bildung und Teamarbeit - einer interaktiven Schnitzeljagd rund um den Grand Place, einem der beeindruckendsten Plätze Europas. In deutsch-finnischen Kleingruppen lösten die Schülerinnen und Schüler Rätsel, suchten historische Orte auf und setzten sich spielerisch mit der Geschichte und Architektur der Brüsseler Altstadt auseinander. Am Nachmittag folgte der Besuch im Parlamentarium, dem Besucherzentrum des Europäischen Parlaments. Dort konnten die Jugendlichen durch interaktive Stationen, multimediale Ausstellungen und virtuelle Simulationen einen ersten umfassenden Einblick in die Arbeitsweise und Struktur der Europäischen Union gewinnen.
Der Dienstag stand ganz im Zeichen kultureller Erkundungen außerhalb Brüssels. Die Reise führte die Gruppe nach Brügge, eine der malerischsten Städte Belgiens, deren mittelalterliche Architektur gut erhalten geblieben ist. Die engen Gassen, historischen Plätze und romantischen Kanäle beeindruckten die Gruppe. Auch Oostende, die Hafenstadt an der Nordsee, war Teil des Programms.
Am Mittwoch rückte die politische Dimension der Reise in den Mittelpunkt. Die Gruppe traf sich mit der Europaabgeordneten Lena Düpont, die sich ausführlich Zeit nahm, um über ihre Arbeit im Parlament, aktuelle politische Herausforderungen und die Bedeutung europäischer Zusammenarbeit zu sprechen. Die Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen und sich über Themen wie Klimapolitik, Digitalisierung sowie Möglichkeiten der Jugendbeteiligung auszutauschen. Der anschließende Besuch im Europäischen Parlament bot einen authentischen Einblick in den politischen Alltag der EU. Der Anblick des Plenarsaals machte die zuvor theoretisch behandelten Inhalte greifbar und real, zumal dort eine Tagung zum Thema Demokratie stattfand.
Der Donnerstag führte die Gruppe ins Haus der Europäischen Geschichte, ein Museum, das die Entwicklung Europas aus vielfältigen Perspektiven beleuchtet. Die Ausstellung bot einen umfassenden Blick auf politische, gesellschaftliche und kulturelle Wandlungsprozesse und zeigte, wie eng die Geschichte der europäischen Staaten miteinander verknüpft ist.
Der Freitag vereinte Spiritualität, Kultur und Musik. Am Vormittag besuchte die Gruppe die imposante Nationalbasilika, eine der größten Kirchen der Welt, die nicht nur architektonisch beeindruckt, sondern auch einen eindrucksvollen Ausblick auf Brüssel bietet. Am Abend folgte ein kulturelles Highlight - ein Konzert im Konzerthaus Bozar mit der berühmten Orchestersuite „Die Planeten“ von Gustav Holst, deren musikalische Vielfalt eine faszinierende Atmosphäre schuf. Es wurde deutlich, dass Musik eine verbindende Sprache ist, die über Ländergrenzen hinweg wirkt.
Am Samstag trat die Gruppe schließlich die Rückreise nach Nordhorn an. Auch wenn die Müdigkeit am Vormittag zu sehen war, überwogen eindeutig die positiven Eindrücke einer ereignisreichen Woche. In den Gesprächen auf der Heimfahrt wurde deutlich, wie die Reise das Verständnis für europäische Politik geschärft und das Interesse an internationalen Themen geweckt wurde. Die Begegnungen mit der Partnerschule aus Finnland, die vielfältigen Programmpunkte und die Erlebnisse in Brüssel haben nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch neue Horizonte eröffnet.