29. Juni 2026
Abitur am Beruflichen Gymnasium Wirtschaft
Locker und sympathisch eröffneten die Schülerinnen Lotta und Halina die Feier und führten durch ein abwechslungsreiches Programm. Schnell wurde klar: Die angebliche „Siesta“ der vergangenen Jahre war in Wahrheit eher ein Marathon zwischen Klausuren, Projekten und Prüfungen. Wobei am Wegesrand – laut eigener Aussage zumindest – immer der treue Wegbegleiter der Künstlichen Intelligenz stand, der gerade in diesem Abiturjahrgang eine nicht untergeordnete Rolle gespielt haben soll.

In ihrer Rede gratulierte die Schulleiterin der Berufsbildenden Schulen Gesundheit und Soziales, Antje Schäper, stellvertretend für die drei Schulleitungen der Beruflichen Gymnasien im Landkreis herzlich und betonte, wie besonders dieser Tag für alle sei: Für die Schülerinnen und Schüler, weil sie nach 13 Jahren „Siesta“ nun endlich zur „Fiesta“ übergehen dürfen, und für sie selbst, weil auch sie zum ersten Mal auf dieser Bühne stand. Schäper lobte das diesjährige Motto „Abios Amigos – 13 Jahre Siesta – jetzt Fiesta!“ als frech und nachhaltig, schließlich habe schon ihr eigener Sohn dieses Motto gewählt. „Und so entspannt, wie das Motto klingt, war der Weg zum Abitur ganz sicher nicht. Viel Arbeit, Durchhaltevermögen und auch die eine oder andere stressige Phase gehörten dazu“, sagte sie. Aber genau das habe den Jahrgang fit gemacht für die Zeit nach der Schule.
Neben Dank an Eltern, Lehrkräfte und den Schulträger richtete Schäper den Blick nach vorn: Die Zukunft bringe viele Chancen, aber auch Unsicherheiten – von der Frage nach dem passenden Beruf bis zu gesellschaftlichen Krisen. Statt Angst zu haben, riet sie zu Optimismus, der trainiert werden könne: durch mutiges Ausprobieren, bewusste Aufmerksamkeit und neue Wege. Mit einem Augenzwinkern gab sie den Absolventinnen und Absolventen mit auf den Weg, ihre Kompetenzen zu nutzen, neugierig zu bleiben und sich nicht von Fehlern entmutigen zu lassen.
Die erste Kreisrätin, Sandra Cichon, sprach von Seiten des Schulträgers viele wertschätzende Worte an den Abiturjahrgang 2026. Außerdem machte sie Mut für den nächsten Schritt: „Ob Studium, Ausbildung oder erstmal raus in die Welt – es gibt nicht den einen perfekten Weg.“ Björn Böhmer von den Kaufmännischen Berufsbildenden Schulen blickte aus Lehrersicht zurück auf drei Jahre voller Einsatz, aber auch voller gemeinsamer Erlebnisse. Die Generation Z, die er in seiner Rede ansprach, seien Menschen, die mit digitalen Medien aufgewachsen seien, vernetzt denken, schnell Informationen verarbeiten und mit modernen Technologien umzugehen wisse. Er wünschte den „digital natives“ alles Gute, Mut, Zuversicht und eine genussvolle Fiesta, die sie sich verdient hätten.
Persönlich wurde es dann bei der Schülerrede von Jolien und Hannah. Mit viel Humor erinnerten sie an ihren Start vor drei Jahren – und fassten den Weg des Jahrgangs treffend zusammen: „Aus Fremden wurden Freunde, aus Ungewohntem Normalität und aus Unsicherheiten Selbstvertrauen.“ Der musikalische Beitrag von Tomke Buchalla sorgte für einen stimmungsvollen Moment, bevor es zum wichtigsten Teil des Tages ging: der Zeugnisvergabe.
Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war die Ehrung besonderer Leistungen. Jana Brinkmann wurde für ihre hervorragenden Leistungen im Fach evangelische Religion mit einem Buchpreis und einer Urkunde von der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen ausgezeichnet.
Die Abiturientinnen und Abiturienten des Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft
Muzaffer Erol Abuska, Mohammad Hossein Alavi Fakhr, Emily Alfer, Omar Ali, Malte Bosch, Jana Brinkmann (1,8), Sophie Annalore van Dam, Ramon Dijkstra, Mia Hesselink, Lea Michelle Hilbrich, Melina Justine Koops, Dennis Olthoff, Ariana Pusca, Max Roelofs, Emin Sevimli, Luca Stroers, Nicolas Tiek

