11. Juni 2025
Klassenfahrt nach Brüssel: Stadt der Gegensätze
Am Sonntag, 1. Juni 2025 machten sich die beiden Oberstufen der Kaufmännischen Assistenten für Fremdsprachen und Korrespondenz sowie Informationsverarbeitung auf den Weg von Oldenzaal nach Brüssel. Trotz einer Streckensperrung kamen wir früher als geplant mit dem Zug in Brüssel an. Der erste Eindruck von Brüssel war eher ernüchternd, denn Müll und ein unangenehmer Geruch prägte die Bahnhofsumgebung. Wir machten uns deshalb umgehend auf den Weg zum Hotel.
















Am nächsten Morgen ging es zu Fuß zum Grote Markt, dem Zentrum von Brüssel, wo wir eine interaktive Stadtrallye in Form von Geocaching starteten. Nachmittags ging es dann weiter in das Europaviertel mit einem Besuch des Parlamentariums und des EU-Parlaments. Dort trafen wir die EU-Abgeordnete Lena Düpont für eine abwechslungsreiche Diskussion und anschließender Besichtigung des Plenarsaales. Den Abend ließen wir im Streetfood-Markt „The Wolf“ in entspannter Atmosphäre ausklingen.
Dienstags stand zunächst eine abwechslungsreiche Stadtführung mit David Helbich an, der als Klang- und Performancekünstler sowie Fotograf und Komponist seit über 20 Jahren in Brüssel lebt. Er zeigte uns neben bekannten Gebäuden wie dem Justizpalast auch seine Lieblingsplätze und verwies auf so manche Straßenkunst. So lernten wir Brüssel aus der Sichtweise eines Einheimischen kennen und verstehen. Anschließend fuhren wir nochmals ins Europaviertel, um uns das Europäische Haus der Geschichte anzuschauen. Das interaktive Museum beleuchtet die Geschichte der Europäischen Union aus verschiedenen Perspektiven und bietet einen faszinierenden Einblick in die Entwicklungen der europäischen Integration. Der Rest des Tages war zur freien Verfügung, was ein Teil der Schülerinnen und Schüler für eine Shoppingtour in einem Einkaufszentrum oder zur Besichtigung des Atomiums nutzte.
Am Mittwoch ging es mit dem Zug nach Brügge. Fast die ganze Gruppe verliebte sich auf Anhieb in diese Stadt mit ihrem eigenen Charme. Nach einer Bootsfahrt durch die Kanäle, die der Stadt zu ihren Spitznamen „Venedig des Nordens“ verhalf, streiften wir noch durch die historischen Gassen und genossen das großartige Flair. Anschließend ging es weiter mit dem Zug nach Ostende für einen entspannten, sonnigen Nachmittag am Meer. Zurück in Brüssel schauten wir abends gemeinsam das Fußballspiel der deutschen Nationalmannschaft in der Nations League, was leider verloren ging. Trotzdem war es ein gelungener Abschluss und wir machten uns am Donnerstagmorgen auf den Rückweg nach Deutschland. Auch hier verlief die Zugfahrt völlig problemlos und pünktlich(!), weshalb die Deutsche Bahn noch eine Menge von der niederländischen/belgischen Bahn lernen kann.
Alles in allem waren es vier interessante und abwechslungsreiche Tage in einer Stadt der vielen Gegensätze: Auf der einen Seite wenig attraktive Viertel und völlig verschiedene, uneinheitliche Baustile, auf der anderen Seite prägen das glitzernde und moderne Europaviertel oder das historische Stadtzentrum das Stadtbild. Aber genau deswegen hat die Stadt ihren eigenen Charme und ist auf jeden Fall einen Besuch wert.
